Lebendige Hände: Ausstellung im Warteraum für Gehörlose im Düsseldorfer Hauptbahnhof

Feierliche Eröffnung der Vernissage am 20. April 2007

(Düsseldorf, 23. März 2007) „Lebendige Hände“ ist der Titel der Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft des Künstlers Rudolf Werner aus Wuppertal, selbst gehörlos, im Warteraum für gehörlose und schwerhörige Jugendliche und junge Erwachsene im Düsseldorfer Hbf stattfindet. Schüler und Schülerinnen von drei Förderschulen für Hören und Kommunikation aus Düsseldorf, Essen und Gelsenkirchen werden sich im Kunstunterricht mit dem Thema „Gehörlosigkeit“ auseinandersetzen und ihre Ideen in Form von Bildern, Skulpturen und Drucken umsetzen. Die Kunstwerke werden vom 21. bis 22. April von 10 bis 18 Uhr und vom 23. April bis 4. Mai von 10 bis 13 Uhr in den Räumen des Warteraumes ausgestellt und zum Kauf angeboten. Feierlich eröffnet wird die Kunstausstellung am Freitag, 20. April, ab 17 Uhr mit einer Vernissage, bei der auch Rudolf Werner als Schirmherr der Ausstellung dabei sein wird.

Der Künstler Rudolf Werner setzt sich seit Jahren aktiv für die Belange der Menschen mit Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit ein. Sein Kunstwerk „Freiheit der Gebärdensprache“ aus dem Jahr 1995 (siehe Poster zur Ausstellung in der Anlage) bringt das Ringen um Anerkennung der Gebärdensprache bildlich zum Ausdruck - viele Steine mussten beseitigt werden, bevor erst im Mai 2002 die deutsche Gebärdensprache offiziell als eine der Lautsprache gleichberechtigte Kommunikationsform anerkannt wurde.

Die Ausstellung, unterstützt vom Bahnhofsmanagement des Hauptbahnhofes Düsseldorf, dem Diakonischen Werk der ev. Kirche im Rheinland, des kath. Jugendgebärdenchores Köln, von Schülern und Lehrern der Förderschulen für Hören und Kommunikation, McDonald`s, dem Förderverein des Dorotheenheimes e.V. und einigen Privatpersonen, soll auf die Situation gehörloser und schwerhöriger Jugendlicher aufmerksam machen. Außerdem soll mit den Einnahmen das Pilotprojekt „Warteraum für Gehörlose“ finanziell unterstützt werden.

Das bisher zeitlich begrenzte Gesamtprojekt „Warteraum für Gehörlose“ steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers und läuft derzeit unter der Trägerschaft der Educon gGmbH, einer Einrichtung der Graf-Recke-Stiftung in Düsseldorf. Um die Weiterfinanzierung des Pilotprojektes sicher zu stellen, werden noch weitere Sponsoren und Förderer gesucht.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG
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Verantwortlich für den Inhalt: Oliver Schumacher

Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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